Die E-Mail wird künftig noch individueller, relevanter und interaktiver. Das stellten rund 130 Experten aus 15 Ländern beim 6. CSA Summit 2019 (10. bis 12. April 2019) in Köln fest. Unter dem Motto „E-Mail Just For You“ wurde diskutiert, wie sich Mailings individueller auf die Bedürfnisse jedes Empfängers zuschneiden lassen. Was motiviert Empfänger zu einer Reaktion und wie wird die Mail für den Empfänger relevanter? Welche Rolle spielen existierende oder noch zu definierende Standards?

Julia Janßen-Holldiek

„Einer der Trends, die das E-Mail-Marketing entscheidend beeinflussen, ist die stetig wachsende Flut an E-Mails, die täglich im elektronischen Briefkasten landet“, sagt Julia Janßen-Holldiek, Direktorin der Certified Senders Alliance (CSA). Waren es 2018 weltweit rund 280 Milliarden Mails für 3,8 Milliarden E-Mail-Nutzer pro Tag, werden es 2022 nach aktuellen Schätzungen schon 333 Milliarden Mails pro Tag sein.

„Ein weiterer Trend betrifft die zunehmende Individualisierung und Personalisierung“, sagt Janßen-Holldiek. Das Marketing und damit die E-Mail müsse individueller und persönlicher werden.

Empfänger gezielt ansprechen und zu Aktionen motivieren

Julia Janßen-Holldiek erläuterte zu Beginn, wie die CSA als Bindeglied zwischen Massenversendern und Mailboxprovidern agiert, damit die E-Mail auch in Zukunft ein etabliertes Marketinginstrument bleibt. Größte Herausforderung für die CSA und deren Mitglieder war im vergangenen Jahr sicherlich die Umsetzung der Anforderungen der neu in Kraft getretenen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Aktuell vertritt die CSA 115 zertifizierte Versender und kooperiert mit über 50 Mailbox-Providern und Technologiepartnern.

Mit Schema.org die Qualität von E-Mails verbessern

Customer Engagement, Individualisierung und Personalisierung sind wichtige Aspekte des E-Mai-Marketings, Basis sind unter anderem transparente technische Standards. Magnus Eén von Westwing und Dr. Conny Junghans von 1&1 zeigten auf, wie man mit schema.org und strukturierten Daten die Qualität von E-Mails verbessern und die wichtigsten Informationen standardisiert zur Verfügung stellen kann. schema.org ist ein Gemeinschaftsprojekt von Google, Microsoft, Yahoo und Yandex und stellt in sogenannten Schemas ergänzende Informationen auf Webseiten, aber auch in E-Mails bereit. So sieht der Empfänger einer E-Mail sofort die für ihn wichtigen Informationen und kann darauf reagieren.

Standards spielten auch im abschließenden Vortrag von Marcel Becker von der Verizon Media Group und Seth Blank von Valimail eine tragende Rolle. Zunächst aber stellten sie fest, dass immer noch über 70 Prozent der Konsumenten für die Kommunikation zwischen Marke und Konsument die E-Mail bevorzugen. In Sachen ROI ist das E-Mail-Marketing ihrer Meinung nach mit Abstand die führende Kommunikationsebene und sie werde dank neuer Standards und Technologien wie BIMI, AMP und SCHEMA in den kommenden Jahren weiterwachsen.

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Nico Zorn ist Partner bei der CRM- und E-Mail-Marketing Beratungsagentur Saphiron GmH, die ihre Kunden bei dem Auf- und Ausbau profitabler Kundenbeziehungen unterstützt. Zorn ist seit 1999 in der digitalen Wirtschaft tätig und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit den Themen E-Mail-Marketing, CRM und Loyalty. Mehr über den Autor

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