Gmail führt einen zentralen Unsubscribe-Link ein, mit dem sich Empfänger einfacher von Marketing-Mails und Newslettern abmelden können. Der Link wird direkt neben der Absenderadresse angezeigt.

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Nach einem Klick auf “Abbestellen” blendet Gmail einen Dialog ein, den der Nutzer bestätigen muss.

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Anschließend schickt Gmail eine Nachricht an den Versender und fordert ihn dazu auf, die entsprechende E-Mail-Adresse aus dem Verteiler zu löschen. Wie zuverlässig dieser Prozess in der Praxis funktioniert bleibt abzuwarten. Gmail anschließende Bestätigung ist deshalb auch recht unverbindlich formuliert (“Sie dürften nun keine Nachrichten mehr von dieser Mailingliste erhalten”).

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Wird der zentrale Unsubscribe-Link (mit dem Gmail übrigens bereits seit 2009 experimentiert) zu einem großen Problem für das E-Mail Marketing? Kündigt sich gar erneut das “Ende des E-Mail Marketing” an? Ich glaube: Nein, eher nicht ;) Zumindest dann nicht, wenn ein eindeutiges Einverständnis von den Empfängern vorliegt, d.h. keine fragwürdigen Methoden für die Adressgewinnung eingesetzt werden und die E-Mails einen klaren Mehrwert bieten.

Letztendlich stärkt Gmail mit der neuen Funktion das tatsächliche “Permission Marketing” und schwächt Versender, die sich an der Grenze zum Spam bewegen (via THE VERGE).

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Author

Nico Zorn ist Partner bei der CRM- und E-Mail-Marketing-Agentur Saphiron GmH, die ihre Kunden bei dem Auf- und Ausbau profitabler Kundenbeziehungen unterstützt. Zorn ist seit 1999 in der digitalen Wirtschaft tätig und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit den Themen E-Mail-Marketing, CRM und Loyalty. Mehr über den Autor

1 Comment

  1. Jöran Nemitz

    Das funktioniert perfekt. Pünktlich zu der obigen Meldung kommen prompt (recht kurz gehaltene) Unsubscribe-Requests von Google direkt in das Abuse-Postfach.

    Ein kleines Manko besteht jedoch für Versender, welche die regulären Feedback Loops von AOL, Yahoo! und Co. in einem separatem Postfach (feedback@, fbl@…) empfangen und verarbeiten.

    Diese Versender müssen sicherstellen, dass eben auch die jetzt eintreffenden Gmail Anfragen auch im Abuse-Postfach ausgelesen werden.

    Ansonsten wird dieser Schritt seitens Google für viele Versender spannend, welche bisher nur im Spam Ordner eingeliefert wurden. So sollte es nach und nach für Viele möglich sein (unter Einhaltung der üblichen Best Practices!), sich lang bis mittelfristig eine gute Reputation bei Google zu erarbeiten.

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