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Während Händler in den letzten Jahren als Paradebeispiel für jegliche Facetten des E-Mail-Marketings galten, zeigt eine aktuelle Studie von Dr. Torsten Schwarz (Absolit) Mängel im Bereich der Rechtskonformität auf. Nur ein Bruchteil der Händler ist demnach rechtlich auf der sicheren Seite. Für die Studie wurde das E-Mail-Marketing von 449 Händlern aus neun Unterbranchen anhand von bis zu 125 Kriterien analysiert.

Michael Link beschwert sich in einem Artikel auf Heise.de über die E-Mail-Flut von Online-Shops:

Kaufen im Internet, das ist wie in einen Kaugummi reintreten. Die Folgen sind langwierig. Beinahe jede Shop-Bestellung im Netz löst mittlerweile eine nicht enden wollende Kette von E-Mails aus. Das hält manche Nutzer schon vom Einkaufen im Internet ab.

Eine berechtigte Kritik: Während viele Händler auf der einen Seite “Initiativen zur Verbesserung der User Experience” projektieren, wird auf der anderen Seite im E-Mail Marketing nach wie vor mit äußerst fragwürdigen Taktiken gearbeitet: Adressgewinnung mittels Co-Sponsoring, künstliche erschwerte Opt-Out Prozesse (“Bitte geben Sie Ihre Kundenummer ein, um sich von dem Newsletter abzumelden”) und eine aggressive Versandfrequenz gehören noch viel zu oft zur Tagesordnung.

Dennoch ist es schade, dass der Autor die Rechtslage falsch oder zumindest mißverständlich darstellt:

Alex Weinstein, Director Marketing Technology and CRM bei eBay, gibt in einem Interview mit eMarketer spannende Einblicke in das E-Mail-Marketing der Handelsplattform. Weinstein erläutert, wie sich eBay von einer “batch-and-blast” Strategie verabschiedet und einen klaren Fokus auf das Themenfeld Personalisierung gelegt hat.

eBay hat die dafür notwendige technische Infrastruktur weitgehend Inhouse aufgebaut:

We evaluated a bunch of third-party offerings, but there were two reasons for doing this in-house. The first reason was eBay’s sheer scale. […]

The second reason was our internal decision to prioritize this work and be one of the best in the world at it. That’s why we decided we have to develop in-house expertise that will enable us to deeply understand every element of the stack, develop machine learning models and create real-time data processing pipelines to differentiate ourselves.

Verwenden Sie eine Navigationsleiste in Ihren E-Mails, um die Klickrate zu erhöhen? Im E-Commerce hat dieses Designelement in den vergangenen Jahren einen festen Platz in den Mailings vieler Versandhändler eingenommen.

Die Vorteile sind offensichtlich: Navigationsleisten können Impulskäufe stimulieren (im Sortiment „stöbern“), Nutzer abholen, die in der E-Mail keine für sie passenden Angebote finden und nehmen gleichzeitig wenig Fläche ein. Mit den nachfolgenden Ansätzen lässt sich die Klickrate erfahrungsgemäß weiter erhöhen.

Deutsche Online-Händler nutzen nur bedingt die Möglichkeiten, die das E-Mail-Marketing bietet – das hat bereits eine kürzlich veröffentlichte Studie von eCircle (“E-Commerce Händler verlieren potentielle Neukunden beim E-Mail- Marketing“) gezeigt.

Eine Analyse des E-Marketing Anbieters Responsys zeigt erneut, dass Online-Händler Potentiale verschenken. Die Studie untersuchte die Qualität der Newsletter-Willkommens-Programme der 60 umsatzstärksten Online-Händler Deutschlands. Es zeigte sich, dass 15 Prozent der Händler nach der Anmeldung keine Willkommens-Nachricht verschicken. Von den erhaltenen Willkommens-E-Mails waren die Hälfte zudem reine Text-E-Mails ohne jegliche Personalisierung oder Gestaltung.

Der E-Mail Marketing Anbieter eCircle hat die Newsletter-Anmeldeprozesse von einigen der größten europäischen E-Commerce Händler untersucht.

Die Ergebnisse der E-Mail-Marketing Benchmark Studie – Europäische Online Händler im Vergleich – zeigen auf, wie Unternehmen Abonnenten für ihre Newsletter auf ihrer Website gewinnen und welche Potentiale sie dabei verschenken.